Bar Jeder Vernunft – Werkschau 2014

Werkschau 2014 Köln AKK bar jeder Vernunft

Heute ist der letzte Tag der Werkschau 2014 im Ausstellungsraum der Handwerkskammer zu Köln. Ausgerichtet wird die Jahres- und Verkaufsausstellung von der Angewandten Kunst Köln.

Eine Auswahl aus 24 Handwerkern stellen seit einer Woche ihre Sonderarbeiten zum Thema bar jeder Vernunft vor. Im Prinzip ist damit gemeint, dass die Kunsthandwerker sich mal richtig handwerklich austoben sollten und diese Träumereien jetzt der Öffentlichkeit präsentieren.

Hierauf aufmerksam gemacht hat mich Ines Lang, der ich im Blog bereits einen Artikel gewidmet hatte (deutsch und englisch).

Ich weiß nicht, wie es bei euch ausschaut, aber dieser sonnige Sonntag lädt gerade zu einem Ausflug dorthin ein, besonders da es die letzte Gelegenheit ist.

Besonders interessiert bin ich an den Goldarbeiten. Köln hat ja eine Jahrhunderte alte Tradition der Goldschmiedekunst und dies spiegelt sich in den Schaufenstern der Schmiede regelmäßig wieder. Auf die Ergebnisse, wenn diese mal völlig gaga sein dürfen, bin ich gespannt. Das Ganze ist ja auch eine Verkaufsausstellung, mag sein, dass der Schmuck sehr experimentell geraten ist, aber vielleicht wirft mich die Ein oder Andere Kleinigkeit doch um.

Der Besuch ist noch bis 19 Uhr möglich. See you, xoxo.

Ausstellungsraum | Handwerkskammer zu Köln | Heumarkt 12 | 50667 Köln |

Kunst Crowdfunding – Kennt ihr das schon?

Nicole de Cruppé Not/Aufnahme Maria Bohacek Berlin

For this content in English click here.

Ich kann manchmal ein ganz schöner Web-Nerd sein, dennoch geht auch an mir mal was vorbei.

Während eines sommerlichen Picknicks erzählte mir eine Freundin, die eine echt tolle Künstlerin ist, von ihrem anstehenden Projekt. Dabei erwähnte sie, dass die Realisierung via Crowdfunding finanziert werden würde. Ich war ganz überrascht, da ich noch gar nicht wusste, dass dies eine Option für Künstler ist und bat auf dem Laufenden gehalten zu werden,.

Jetzt, wo ich darüber nachdenke…natürlich warum sollten nur Startups in den Genuss dieser genialen Finanzierungsmethode kommen. Gerade für die Kunst macht es Sinn, da schnell viel Geld für ein Projekt draufgehen kann, meist noch nicht einmal mit sicherer Aussicht auf einen positiven Ertrag. Die Möglichkeit sich als Künstler von Wohlhabenden sponsern zu lassen gibt es ja bereits seit Urzeiten, wobei darunter die Qualität der Arbeit sehr leiden kann. Im Vorhinein Geld über eine Plattform zu sammeln ist im Gegenzug bestimmt befreiender und ist es nicht toll die Menschen gleich mit einbeziehen zu können? Der Schaffensprozess ist ja in der Regel einsam und nicht zu vergessen, das Betrachten von Kunst auch.

Das Konzept meiner Freundin Nicole de Cruppé und ihres Kollektivs Not/Aufnahme ist jetzt online auf Visionbakery und es gibt die Chance bis Ende Oktober daran teilzunehmen.

Nicole de Cruppé Not/Aufnahme by Maria Bohacek Berlin

Nicole de Cruppé Not/Aufnahme by Maria Bohacek Berlin

Das Projekt Erinnerung – Ode an das Menschsein wird aus einem Ausstellungspart und Performances in Köln und Berlin bestehen.

Füße Not/Aufnahme by Maria Bohacek

Die Vorabbilder sehen vielversprechend aus und ich bin schon sehr gespannt auf das Endergebnis. Das Thema ist ziemlich gesellschaftskritisch, denn es geht um die Erfahrungen von Nicole mit Burnout und Depression.

Ich mache jedenfalls mit beim Crowdfunding und hier ist der Link damit ihr das Kollektiv auch unterstützen könnt.

Portraits Not/Aufnahme by Maria Bohacek

Wenn ihr noch Fragen habt, fühlt euch frei die Facebook Seite zu liken und euch an das Kollektiv zu wenden. Ich bin mir sicher, dass die Künstler gerne für euch da sind und die Hintergrundstories zu den Bildern mitteilen.

// Alle Bilder im Post Eigentum von Not/Aufnahme. Made by Emi Maria Bohacek.

Crowd-Funding Art – Did You Know This is Possible?

Nicole de Cruppé Not/Aufnahme Maria Bohacek Berlin

No matter how much of a web nerd I consider myself sometimes I just still miss out.

A friend which happens to be also a super cool artist told me about her upcoming project during a summer picnic. She mentioned that realization would go via crowd funding. This caught me so much I requested getting updated about the process.

I really thought crowd funding was only something for regular businesses like mostly startups. Now that I have become enlightened it makes sense. Collecting money beforehand must be freeing as a lot of artists put all the money they have into their work without knowing if any revenue will result in the end or they just find some wealthy sponsors and cater to them which is not the best solution for quality of work.

Another benefit is people getting involved. Creating art is usually a lonely process and let’s not forget enjoying it, too.

The concept of my friend Nicole de Cruppé and her Kollektiv Not/Aufnahme* is now online at Visionbakery. I am a little late of telling you about it but there will still be the chance of taking part till end of October.

Nicole de Cruppé Not/Aufnahme by Maria Bohacek Berlin

Nicole de Cruppé Not/Aufnahme by Maria Bohacek Berlin

The project Erinnerung – Ode and das Menschsein will consist of an exhibition part and performances in Cologne and Berlin where the artists share images and their experiences about burnout and depression.

Füße Not/Aufnahme by Maria Bohacek

Looking at the pre-released pics the project seems promising and I am looking super excitedly forward to it. I will support the Kollektiv and here is the link if you want to do so, too.

Portraits Not/Aufnahme by Maria Bohacek

Go ahead and like the Facebook page and if you have any questions don’t hesitate to comment at Not/Aufnahme I’m sure the artists are happy to provide the interesting backstories of their images.

*This means basically emergency room in English.

// All images in this post courtesy of Not/Aufnahme and made by Emi Maria Bohacek.

Meine Iranische Kusine und der Tanz

For the English post click here.

Ich bin immer noch so unglaublich stolz auf meine große Kusine Laleh! Sie durfte im türkischen Fernsehen einen kaukasischen Volkstanz aufführen.

Warum das so beachtenswert ist? Nun, ihr müsst wissen, dass sie eigentlich im Iran lebt und arbeitet. Dort ist sie schon beinah ihr ganzes Leben Tänzerin und Lehrerin einheimischer Volkstänze. Leider erlaubten die strengen Beschränkungen der Regierung nie, dass sie dort so richtig mit ihrer Karriere abheben konnte. Im Iran dürfen Frauen nicht in der Öffentlichkeit tanzen. So können professionelle Tänzerinnen nur private Aufträge für Auftritte auf Festen und Hochzeiten annehmen. Die meisten verdienen ihr Geld deshalb hauptsächlich als Lehrerinnen. Zum Glück sind Iraner davon besessen, den Körper zu musikalischen Klängen zu bewegen, also sieht die Auftragslage gar nicht so schlecht aus. Gerade in meiner Heimat, im aserbaidschanischen Norden, schicken Mütter gerne ihre Kinder zum Unterricht der traditionellen Tänze, damit sie bei Festen mit den komplizierten und eindrucksvollen Bewegungen vor der Verwandtschaft auftrumpfen können.

Mittlerweile ist aus dem vereinzelten Privatunterricht eine regelrechte Schattenwirtschaft aus mehr oder weniger geheimen Tanzschulen hervorgegangen. In der gemütlichen Atmosphäre iranischer Wohnungen lernen die jungen Menschen Schritte, während Mütter nebenan bei Tee und Kekse wartend Platz nehmen. Von klandestiner Stimmung keine Spur… und doch, obwohl diese Kunstform genossen wird und in der Bevölkerung Anerkennung erfährt, haftet professionellen Tänzern, vor allem weiblichen, in der konservativen Kultur des Irans immer noch etwas dubioses an.

Glücklicherweise verhalten sich einige der Nachbarländer mittlerweile fortschrittlicher und bieten Künstlern bessere Möglichkeiten. Es ist heute für Iraner einfacher zu reisen, meine Kusine beispielsweise wurde bereits für Festivals und ähnliches in die Türkei eingeladen. Und jetzt, im Herbst ihrer Karriere, kann ich sie endlich im Fernsehen bewundern.

Sie performt hier zu einem alten Volkslied, dass von der Liebe eines muslimischen Mannes zu einer Christin und seiner Trauer über ihre Unerreichbarkeit handelt… soweit eine klassische Liebesstory.

Im Iran gibt es eine Reihe von Volkstänzen. Im Norden, in den aserbaidschanischen Gebieten herrschen die kaukasischen Tänze vor. Die Männer bewegen sich dabei in Kosakenuniformen gekleidet kraftvoll und schnell (mit Spagat in der Luft und manchmal in kampfesgleichen Choreografien). Während bei den Frauen elegante, fließende Haltungen zählen. Bei beiden Geschlechtern ist wichtig, dass alle Choreografien auf den Fußspitzen ausgeführt werden. Kommt euch das bekannt vor? Genau, die Tänze wirken wie eine ursprüngliche Form des Balletts.

So und jetzt viel Spaß mit dem Clip. Leider hat der Upload nicht die beste Qualität. Aber es geht mir ja vor allem darum, dass ihr einen Blick auf eine Frau werft, die politischer Repression mit Tanz begegnet. Wahnsinn, oder? Sie gehört zu den Menschen, die mit simpler Kulturpflege, dem Frauenbild der iranischen Regierung als braven, gesichtslosen und vereinheitlichten Ideal entgegenwirken.

Frauen treten in vielen Kulturen als Bewahrerinnen von Traditionen auf. Natürlich haben sie für ihr Wissen keine klassische Lehre vollzogen, oder einen Universitätsabschluss erlangt, dennoch ist ihr Beitrag essentiell für die Gesellschaft. Wir sollten uns da definitiv untereinander Anerkennung zollen und nicht in Versuchung geraten auf Berufe mit körperlichem Einsatz oder Heimarbeit herabzublicken.

Sari Gelin – A Caucasian Folk Song

Für die deutsche Version, click hier.

My dearest cousin Laleh appeared on Turkish National Television performing to a Caucasian folk song and I am so unbelievably proud of her!

The song is about a presumably muslim man who falls in love to an unreachable Christian girl (sari stands for blond) and tells about his sadness.

Actually my cousin lives and works in Iran. All her life she has been a dancer and a teacher of traditional Caucasian dances but government restrictions hindered a real take off. In Iran it is not allowed for women to dance publicly if to dance at all. So professional dancers perform and teach on private bookings only, like on feasts and weddings. Iranians are crazy in that matter. They are addicted moving their body to music. This allows professional dancers a base for moderate success while due the unofficial status it stays a shady profession for women though every mother tries to get her daughter to get some lessons.

I mean this art form is highly enjoyed and valued in Iran but the performer is still not much appreciated in society!

Luckily the situation in geographically surrounding countries is the opposite and offers opportunities. The more the borders open people get invited to festivals to show off their traditional moves. And now in the fall of Laleh’s career she stands there and I am finally able to see her in TV.

In Iran we have a variety of traditional folk dances and the northern people do the Caucasian dances. Foreigners often mistake it for being Russian (it’s the kind where males dress up as Cossacks).

The men have combat like movements with lots of jumps and splits while the female ideal is to move elegant like a swan on her tippy toes. Sounds familiar? Yeah, you’re right. It’s kind of an archetypical form of ballet. There are also couple pieces where the male part tries playfully to woo the lady of his choice and it is so enjoyable to watch.

I hope you can enjoy the clip, too. Upload quality is not the best.

Still I like the idea of opposing oppression with dance. I think my cousin is really brave and she has taught so many girls this important aspect of our culture who then go out and teach others again. Women are bearers of traditions and we shouldn’t allow anybody to look down on that.

In Der Welt Des Traditionellen Kunsthandwerks – Ines Lang Und Ihr Porzellan

Here you can find the English version.

Serie Aufhänge Blaupausen Ines Lang Buiskuitporzellan china art
Blaupausen // Biscuit Porzellan, series

Besitzt ihr noch Porzellan? Nicht das weiß glasierte Steinzeugs sondern feines Geschirr, vielleicht sogar handbemalt.

Die letzten Jahre waren eine regelrechte Blütezeit für hippiesk anmutende Keramik. In den USA soll der Besitz bunter Schüsseln von Anthropologie sogar positive Auswirkungen auf deinen Hipsterstatus haben. Die Renaissance des traditionellen Porzellans lässt dagegen noch ein wenig auf sich warten.

Wahrscheinlich hält uns der Gedanke an Handwäsche nach der Benutzung ab. Und doch lieben wir alle diese hübschen, kleinen Teeservices aus Omizeiten so. Ich muss mich jedenfalls immer ganz schön überwinden nicht gleich alle Flohmärkte von dünnwandigen und goldrandigen Teetassen leerzukaufen.

Vor einem halben Jahr auf einem Markt für Kunsthandwerk entdeckte ich dann einen Stand mit kleinen Obstschalen aus Porzellan, die auch gleichzeitig als Sieb gearbeitet waren. Wie ungewöhnlich! In der Auslage lag noch viel mehr Feines und ich war ganz hin und weg vom leicht japanisch anmutenden Design von Ines Lang. Die Schalen, Messerbänkchen und Becher waren alle sehr filigran, aber die minimalistische Bemalung lud dennoch zur täglichen Benutzung ein.

Damals verließ ich den Stand ohne einen Kauf, meine überquellenden Küchenschränke hielten mich ab. (Der Kaufsucht eins ausgewischt, ha!) Dann kam der Sommer, den ich größtenteils am Schreibtisch über meinen Büchern Beeren knabbernd verbrachte. Auf einmal wurde mir klar wie ideal so ein Porzellansiebschälchen war… alle Male hübscher als mein Ikea Durchschlag und sinnvoller als einfach nur ein Teller, wo irgendwie die Beeren immer im Restwaschwasser liegen und mir alles beim Essen volltropfen. Also suchte ich die Manufaktur raus und war super happy, dass sie hier in Köln liegt.

Genauer gesagt handelt es sich um ein Atelier in der Künstlerkolonie drüben auf der anderen Rheinseite. Ines Lang ist nämlich eine der letzten traditionellen Porzellanproduzentinnen dieser Stadt und ihre Erzeugnisse gelten somit als Kunsthandwerk. Die Künstlerkolonie ist eine ehemalige Gummifädenfabrik und mittlerweile in Selbstverwaltung von Künstlern. Der Backsteinkomplex sieht auf den ersten Blick etwas runtergerockt aus, ist aber total fantastisch. Schön, dass sich Ines bereit erklärte, dass ich sie im Atelier besuchen komme, da konnte ich gleich noch etwas das Gebäude erkunden. Ines war sehr freundlich und einladend, sobald ich ihr Atelier betrat, begann sie auch schon mir alles zu erklären, meine Fragen zu beantworten und Fotos durfte ich auch machen. Hier in einem Raum formt sie die Rohmasse für das Porzellangeschirr, brennt und hat Platz zum Ausstellen.

Ines Lang mit Schellack großer Teller big plate china porcelain studio Künstlerkolonie Köln Cologne
An dieser Tellerplatte war Ines gerade dran als ich sie besuchte. Sieht aus wie Malerei ist aber eigentlich eine spezielle Schellacktechnik um erhabene Muster zu erzeugen.

Ines Lang mit Schellack großer Teller big plate china porcelain studio Künstlerkolonie Köln Cologne Natürlich war diese makellose Platte etwas vorher noch ein dicker Klumpen Knete. Zuerst muss die Porzellanrohmasse, die diesmal aus England kam, ordentlich geknetet werden. Ines nennt das ihre tägliche Fitness. Dann kommt der Klumpen auf die Drehscheibe und Ines kreiert wie aus dem Nichts eine feine Form. Jeder der schon mal Töpfer an der Drehscheibe gesehen hat, weiß wie hypnotisierend dieser Prozess ist. Maaaagie! Ines Lang an Porzellan Drehscheibe china porcelain studio Künstlerkolonie Köln Cologne Ines Lang an Porzellan Drehscheibe china porcelain studio Künstlerkolonie Köln CologneHeutzutage ist es wirklich selten, dass der gesamte Formprozess mit der Hand und an der Drehscheibe erfolgt. Selbst unsere großen deutschen Traditionsfirmen benutzen nach einer anfänglichen Drehrunde einen Model (eine Hohlform), in die der Rohling gepresst wird. So können Unregelmäßigkeiten vermieden und natürlich eine viel größere Masse produziert werden. Bei einem kompletten Meissner Service mag das ja seine Berechtigung haben, abgesehen davon bin ich aber nicht auf mathematisch korrekte Abmessungen aus. Die kleinen Fehler sind mit bloßem Auge ohnehin nicht zu sehen und ich mag den Beweis, dass ein Produkt von Menschenhand stammt.

Ines Lang Obst Sieb glasiert unglasiert Buiskuit china porcelain studio Künstlerkolonie Köln Cologne colander
Links die unglasierte Siebobstschale vor dem Brennprozess und rechts das Endprodukt. Im Ofen findet eine Verdichtung statt und der Umfang verringert sich um ungefähr 18 Prozent.

Im folgenden Bild sind zwei Zuckerdosen bei denen die Shellacktechnik angewendet wurde. Die reliefierten Blumen links gehören zu meinen Favoriten. Zuckerdosen Ines Lang Schellacktechnik china porcelainMit Porzellan lässt sich nicht nur Geschirr, sondern auch moderne Kunst anfertigen. Warum hab ich da vorher nicht daran gedacht! Im Atelier hingen hier und da echt coole Objekte, wie direkt aus einem Magazin:

Serie Aufhängeobjekte Ines Lang China Porcelain art
Würfel Serie 1,2,3

Serie Aufhängeobjekte Ines Lang China Porcelain art Außerdem im Repertoire von Ines Lang eine Porzellanlampe. Da habe ich leider kein Foto von gemacht, aber hier zur besseren Verbildlichung ein ähnliches Exemplar von Erik Magnussen.

Porcelight Erik Magnussen Mini-Pendant Lamp
Porcelight Erik Magnussen Mini-Pendant Lamp

Ihre Lampe ist jedoch um einiges preisgünstiger und definitiv auf meiner Wunschliste, da Porzellan durchscheinend ist und ein warmes, diffuses Licht abgibt, sehr angenehm für die Augen.

Alles in allem, hatte ich einen sehr informativen Besuch und es war so angenehm sich mit einer so bescheidenen und lieben Person wie Ines zu unterhalten. Eine willkommene Abwechslung zu den oft grantigen Männern der deutschen Handwerkszunft. Eine selbstständige Frau, die ihre Zeit zwischen Familie und Arbeit aufteilt und dennoch enorm viel schafft. Totale Frauenpower!

Arts And Crafts – The Art Of Traditional Porcelain Manufacture // Visiting Ines Lang

Du liest Artikel lieber in Deutsch? Klick hier.

Serie Aufhänge Blaupausen Ines Lang Buiskuitporzellan china art
Blaupausen // biscuit china, series

Do you own china? I don’t mean stoneware with a white glaze but rather the real fine stuff eventually even hand painted. (Oh man, actually I abhor those foil glued dishes imitating Victorian era china.)

In recent years artfully painted pottery had somewhat of a comeback. I even heard that among bloggers and US-American hipsters owning a stack from the house of Anthropologie can increase status significantly.

Meanwhile renaissance of traditional porcelain is still waiting to take off. I am sure it’s because we’re all too lazy hand washing a filigree plate.

Nonetheless I am crazy for porcelain and I can hardly restrain myself from buying flea markets empty of thin-walled and gold-rimmed tea cups.

Almost half a year ago then at an arts & crafts market my eye got caught by a little china table colander with matching saucer, non vintage but still very reasonable priced. I fell in love with the design of Ines Lang slightly reminiscent of contemporary japanese styles. Everything she had laid out was filigree but the minimalistic painting made it seem unfussy enough for use everyday. I left without buying anything as I couldn’t decide if I really should buy new utensils again. (My kitchen boards are already bursting!)

Then came summer and eating berries all the time while sitting at the desk I finally decided that I did indeed need that colander.

I researched the producer again and was happy that she locates here in Cologne. Actually she works from a studio as she is one of the last traditional porcelain manufacturers this city has and her work is considered as artisanal craftsmanship.

Ines agreed to receive me at her studio which is part of the totally most coolest space for artists ever. At the Künstlerkolonie artists are self organized within a former rubber  fiber factory. The huge brick complex looks a bit runtergerockt at first sight but is actually absolutely awesome. Here she shapes the raw clay, has her burning oven and displays the finished whiteware.

Ines was very welcoming and immediately started explaining me her profession and showed me each step. She also agreed me taking pictures and doing this post about her.Ines Lang mit Schellack großer Teller big plate china porcelain studio Künstlerkolonie Köln CologneThis the plate Ines was at as I stepped in. It looks like she is painting but actually the orange color is shellac with which you can create a raised pattern.

Ines Lang mit Schellack großer Teller big plate china porcelain studio Künstlerkolonie Köln Cologne

Surely this pristine plate above was a big clayish clump beforehand. Fine raw porcelain here sourced from England which has to be kneaded at first step. Ines calls it her daily workout. Then the clump comes onto the potter’s wheel and she will super effortlessly form something beautiful. Everybody who has watched the creation process on a potter’s wheel once knows how hypnotizing it is. Maaagic!

Ines Lang an Porzellan Drehscheibe china porcelain studio Künstlerkolonie Köln Cologne
Splatter, splatter everywhere…

Ines Lang an Porzellan Drehscheibe china porcelain studio Künstlerkolonie Köln CologneIt is very seldom that the complete forming process is done by hand on the wheel. Even big traditional manufactures use a mold at the end to eliminate any kind of little imperfections. The eyes and hands of humans work wonderfully but after the burning process tiniest, almost unnoticeable imperfections can occur. I find them beautiful and characteristic. It makes me see that each piece was created one of a kind for me. And it is not a mathematically correct edge I seek.

Ines Lang Obst Sieb glasiert unglasiert Buiskuit china porcelain studio Künstlerkolonie Köln Cologne colander
Shrinkage is about 18 percent after burning. Left you see a colander in biscuit (non glazed, painted. I like this velvety state very much) before the oven and at the right after it got burnt.

In the following image you can see how treatment with shellac results. The raised pattern on the sugar bowl left is my favorite.
Zuckerdosen Ines Lang Schellacktechnik china porcelainIn the studio I also saw some objects with the only purpose of serving as art. They’re so good like straight out of an interior magazine:

Serie Aufhängeobjekte Ines Lang China Porcelain art
Cube series

Serie Aufhängeobjekte Ines Lang China Porcelain art

Also in her program porcelain pendant lamps. Similar to this one of Erik Magnussen.

Porcelight Erik Magnussen Mini-Pendant Lamp
Porcelight Erik Magnussen Mini-Pendant Lamp

Definitively on my wish list. As porcelain is shine through it gives a warm, diffuse glow. Very pleasing for the eyes.

All in all I had a very informative insight in the art of fine pottery and Ines so sweet and humble. This is so refreshing compared to the very often grumpy male craftspeople of this city. And she has an impressive output though she has to divide her time with also being a mother of a sweet little boy. This dedicated and self-employed woman… female power!